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Schizophrenie
Die Ursachen
Je dramatischer und einschneidender eine Erkrankung sich auf das Leben eines Menschen auswirkt, umso größer ist das Bedürfnis des Erkrankten und seiner Umwelt, die Ursache dieser Störung zu erfahren. Das ist hauptsächlich deshalb so, weil wir annehmen, das Wissen um eine Ursache könne uns den Weg für Behandlung und Heilung weisen. Zusammen mit der Frage nach der Ursache stellt sich oft die nach der Schuld (Was habe ich, was haben wir falsch gemacht, dass es so gekommen ist?).
Ursache philosophisch
Nur dadurch, dass wir selbst Ursache und Wirkung sind, können wir wissen, dass es Ursachen und Wirkungen gibt. Die Verbindung von Ursache und Wirkung ist... eine Tatsache unseres Bewusstseins,
und zwar die allererste und ursprünglichste. Sie liegt nämlich in der einfachen Form der reinen Selbstbestimmung oder der Hervorbringung des eigenen Seins und damit zugleich in jeder zweitern Bestimmungshandlung, in welcher sich die Form der ursprünglichen Selbstbestimmung wiederholt.
Unser Vorstellen und Nachdenken ist fortwährend mit dieser Beziehung beschäftigt. Und doch sind die Begriffe, die man von ihr bildet, so unvollkommen, dass man keine richtige Definition der Ursache geben kann, wenn man nicht ein ihr Äusserliches und Fremdes mit hineinzieht.
Alle Ereignisse erscheinen völlig lose und getrennt; Eines folgt dem Andern, aber niemals können wir ein Band zwischen ihnen wahrnehmen. Sie scheinen verbunden, aber nie verknüpft.
Jede Ursache ist selbst eine Veränderung, die wieder eine Ursache haben muss. Da wir nicht zur ersten Ursache kommen, so ist die ganze Reihe in Ruhe, es geht aus ihr keine Wirkung hervor.
Nach TEICHMÜLLER hat der Begriff der Ursache seine Quelle im Ich. Kausalzusammenhang ist zunächst die "Ordnung unserer Funktionen, wonach keine Bewegung erfolgt ohne Gefühl oder Willensakt und kein Willensakt ohne Vorstellung". Diesen Zusammenhang übertragen wir "auf die Wesen, mit denen wir in Verkehr treten, und dann überhaupt auf die ganze Natur mit allen ihren Erscheinungen"
Zusammen gestellt: AK
Quelle: www.textlog.de
Erregende Nervenzellen (grün) und Einflussbereiche hemmender Synapsen (blau, rot) im Hippokampus, einer Hirnregion, deren Funktion bei vielen Epilepsieformen gestört ist. (Foto: Tina Hoon, MPG)
11.09.2009
Gestörte Übertragungen entschlüsselt Hemmungen im Gehirn
Ein Konsortium von Hirnforschern aus Göttingen, Münster und Frankfurt hat die molekularen Grundlagen hemmender Signalübertragung im Gehirn entschlüsselt. Ihre Entdeckung erklärt, wie diejenigen Kontaktstellen zwischen Nervenzellen entstehen, die für die Übertragung hemmender Signale verantwortlich sind. Was für soziale Beziehungen gilt, ist auch für das menschliche Gehirn wichtig: Hemmungslosigkeit führt ins Chaos. Wird die hemmende Signalübertragung zwischen Nervenzellen im Gehirn gestört, kommt es zu katastrophalen Fehlfunktionen.
Epilepsie, Angsterkrankungen, Schizophrenie und eine Reihe anderer neurologischer und psychiatrischer Krankheiten können durch eine gestörte Hemmung von Nervenzellen verursacht werden.
idw/mpg
Quelle: www.n-tv.de
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