Magazin Denkausbruch


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Tandemprojekte

News Biologie


Um den Transfer biomedizinischen Grundlagenwissens in die klinische Praxis zu unterstützen, stellt die Max-Planck-Gesellschaft in den kommenden Jahren in diesem Forschungsbereich zusätzliche finanzielle Mittel für Postdoc-Stipendien, Nachwuchsgruppen und so genannte Tandemprojekte bereit. Damit soll vor allem die Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschern aus den Max-Planck-Instituten und wissenschaftlich ausgewiesenen externen Klinikern im Bereich der patientenorientierten Forschung gefördert werden.


Neurophysiologische Grundlagen kognitiver Prozesse bei Schizophrenie

Eine Reihe von jüngeren Untersuchungen legen die Vermutung nahe, dass Oszillations- und Synchronisationsprozesse im Gehirn möglicherweise eine zentrale Rolle im Krankheitsbild der Schizophrenie spielen. Psychiater haben deshalb damit begonnen, EEG-Untersuchungen an schizophrenen Patienten durchzuführen und nach Veränderungen von oszillatorischen Mustern

im so genannten Gamma-Frequenzbereich zu suchen. Diese Suche war erfolgreich und die Veränderungen so augenfällig, dass sie alleine zwischen normalen Testpersonen und schizophrenen Patienten unterscheiden und überdies eine Differentialdiagnose zwischen produktiver und Defekt-Symptomatik erlauben. Die Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung (Abt. Prof. Singer) wollen ihre erheblichen Vorerfahrungen aus der Grundlagenforschung einbringen und sich zusammen mit ihren Kollegen von der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Frankfurt (Abt. Prof. Maurer) an der vielversprechenden Suche nach möglichen Mechanismen der schizophrenen Erkrankung beteiligen.

Max-Planck-Gesellschaft


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