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Gedichte > Gedichte 1998
02.01.1998
Lebendiges Wort
Woher kommst Du? Ich höre Dich in meinen Gedanken von fern.
Ich will Dich näher hören, Dich wahrnehmen. Warum schweigst Du?
Nehme den Raum ein. Sei Du stille meine Seele
Komm Zeige mir Deine Art. Ich will sein wie du.
Bin ich wirklich bereit? Glaube ich Dir? Kann ich Dir meine Hände entgegenstrecken und Dich Aufnehmen?
Was trennt mich, um Dich Anzunehmen?
Die leere, die Angst heißt?
Vieles höre ich in mir. Mich und Dich und kann es nicht scheiden.
Rauf und runter, rechts und links, doch zart bist Du in meiner Mitte.
Nicht drängst du mich. Lau und weich, weich wie die Sonne im Herbst nimmst Du Platz in mir.
Kraftvoll wie der Schnee im Frühling taut, so Gnadenvoll ermahnst Du mich.
Jetzt, heute sage ich ja zu Dir, ich kenne Dich von Gestern.
AK