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Die Temperatur eines menschlichen oder tierischen Körpers bezeichnet sich als Körpertemperatur. Die Körperkerntemperatur bezeichnet dabei die Temperatur der lebenswichtigen inneren Organe und wird vorzugsweise rektal, oral oder im Ohr gemessen.
Eine vorübergehende Erhöhung des Temperatur-Sollwerts bei homoiothermen Lebewesen wie dem Menschen nennt man Fieber (lat. Febris), eine Senkung unter den Sollwert Hypothermie (Untertemperatur).
Schwankungen im Normbereich
Über den Tag hinweg unterliegt die Körpertemperatur Schwanzkungen die in engen Grenzen verlaufen. Nachts liegt sie tiefer als tagsüber; bei körperlicher Aktivität steigt sie um bis zu zwei Grad Celsius. Die normale Schwankung während des Tages weist typischerweise ein morgendliches Minimum (rektal etwa 36,5 °C) und ein Maximum am Nachmittag (rektal 37,8 °C) auf. Während des Schlafs stellt sich etwa um 2 Uhr nachts ein Minimum (über die gesamten 24 Stunden gesehen) ein; die Temperatur steigt dann bereits vor dem Erwachen wieder leicht an.
Bei Frauen schwankt die Temperatur auch über den monatlichen Zyklus hin um etwa ein halbes Grad (Basaltemperatur).
Temperaturtabelle
Eine Körpertemperatur über 40 °C kann zum Tode führen. Die obere Grenze des Überlebens liegt bei 42,8 °C, die untere Grenze bei 27 °C. Bei Kindern kann es besonders bei einer Prädisposition bei Temperaturen über 38,5 °C zum Auftreten von Fieberkrämpfen kommen, wobei nicht die Höhe der Temperatur, sondern vielmehr der rasche Anstieg krampfauslösend ist.
Wärmeregulation
Der Körper versucht, die Solltemperatur im Körperkern so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, z. B. indem die Wärmeabgabe durch geringere Durchblutung von Haut und Extremitäten reduziert oder durch verstärkte Durchblutung und Schwitzen erhöht wird. Weitere Mechanismen sind unter Thermoregulation angegeben.
Regulationsmechanismen
1. Chemische Thermoregulation:
* Kleidung
* Raum-Heizung
* Luftbewegung
* Durchblutung
2. Physikalische Thermoregulation:
* Ausscheidung (Schwitzen)
* Körperoberfläche (Haut)
* Atmung
Die Körpertemperatur wird im Wärmeregulationszentrum, des Hypothalamus, gesteuert. Dieser vergleicht den Ist-Wert der Thermorezeptoren mit dem Sollwert im Hypothalamus, und leitet entsprechende Maßnahmen zur Angleichung ein (also Wärmeabgabe / Wärmeproduktion).
Einflussfaktoren der Körpertemperatur
* Innen : Bewegung, Nahrung, Stress, Krankheit, Hormone, Alter, Störung des Stoffwechsels
* Psychische Faktoren: Gefühlslagen / Stress
* Außen: Wärme / Kälte
AK