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Gedichte > Gedichte 2006
Kempten 21.09.2006
Erde
Himmelblau bist du umhüllt.
Vereinzelt weiße Wolken, Meer, Wasserblau.
Zu groß um dich zu erfassen.
Vielfältigkeit gewährst du meinem Leben.
Wie eine Mutter sorgst du dich Tag und Nacht.
Deine Kinder, Menschenkinder erschüttert es ohne dich.
Bauen, Laufen, Erfinden das ist des Menschen Werk.
Du sollst Untertan werden.
Es ist Zeit, dich mehr zu achten.
Alles sollst du ertragen, deine letzte Kraft nimmt man dir.
Gift schüttet man in den Himmel der dich ummantelt.
Erhaben und Machtvoll will ich, der Mensch, über die Erde sein.
Erschüttern will ich dich an den Himmelspforten,
auch will ich deinen Erdenkern nicht verschonen.
Halt an du Bewohner, siehe meine Narben.
Kein Stein ist mehr dort wo ich ihn hingelegt habe.
Sieh doch wie nötig ich dich brauch, erhalte meine Farben,
Vielfalt die du doch selbst brauchst.
Kehre in dich, komm auf Mutterschoß.
Sei genügsam mit dir, halte ein gib mir neue Kraft.
Verlasse dich, Mensch, nicht, Farben des Friedens mit dir,
das gebe ich dir.
AK