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Gedichte > Gedichte 2002
Kempten am 24. März 2002
Das Fenster zur Freundschaft
Getrennt vom Glas ohne das Äußere zu spüren,
meine Gedanken fangen an zu fliegen.
Ich warte mit Spannung, ohne eine zeitliche Vorstellung
in mir zu wollen.
Die Schneebedeckten Bäume an diesem Palmsonntag Morgen,
der Frühling ist noch jung, winken mir liebend in mein Herz hinein.
Die Form der Bäume erinnert mich an die Vielfalt mit dir,
Konturen unserer Freundschaft erwachen.
Ich wache auf und höre die starke Überzeugung in deiner Stimme.
Wie das jetzige läuten der Kirchenglocken
das zu mir in mein Zimmer hinein marschiert.
Der Ton hallt und ruf mich zur Einkehr.
In mir, in den Augen meiner Seele sehe ich deinen Lebenserfolg.
Er ist sanft und drängt sich mir nicht auf - macht mich nicht eng,
er erfüllt mich mit Weite.
Dieses und deines, jenes und meines
Sehen - Hören, Fühlen, Schmecken und Riechen - hinein -
mit der liebenden Bewegung der Zeit hinein in den Raum der Sinne - ich halte an,
merke auf wie der Fluss uns gab, voneinander und miteinander - Leben!
Hinein wachsen zum Erbteil der Gnade - Gottesfunke.
Ich wünsche dir weiter ein Fenster zur Freundschaft,
das einen Rahmen der Erkenntnis hat.
Dein Rahmen möge die Klarheit in dir Formen weiter - hin, - hin zur
Würdigung seiner und deiner selbst.
Hin im Brausen zur Gewissheit die dich mit Glauben füllt.
AK
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